Kann ich das neben dem Studium machen?
Ja, und das ist bei uns eher der Normalfall als die Ausnahme: Von den Leuten, die uns die Frage beantwortet haben, studiert oder lernt etwa die Hälfte. Du bewirbst dich auf einzelne Schichten, es gibt keinen festen Dienstplan und keine Mindeststundenzahl. Was du selbst im Blick behalten musst, sind deine eigenen Grenzen – Familienversicherung, BAföG-Freibetrag und die 20-Stunden-Regel während des Semesters.
Geht das als Minijob?
Ja. Bei 16 € Grundlohn entspricht die Geringfügigkeitsgrenze von 603 € im Monat (Stand 2026) rund 37 Stunden, also etwa fünf bis sechs Schichten monatlich. Wer regelmäßig mehr arbeiten will, läuft meist über die kurzfristige Beschäftigung. Wir sehen deine Zahlen im System und melden uns, bevor eine Grenze reißt.
Brauche ich Erfahrung?
In mindestens zwei Bereichen ja – das ist eines der harten Kriterien im Fragebogen. Der Grund dafür ist banal: Unsere Kunden buchen uns, weil niemand vor Ort noch jemanden anlernen kann. Eine Ausbildung verlangen wir nicht. Wer schon gekellnert, an einer Bar oder in einer Küche gestanden, auf einer Messe einen Stand betreut oder bei einem Aufbau geholfen hat, erfüllt das in der Regel.
Was verdiene ich pro Schicht?
Der Grundlohn liegt bei 16 € pro Stunde. Die Mindestbuchung liegt bei 5 Stunden, damit sind 80 € brutto die Untergrenze für einen Einsatz. Eine typische Schicht dauert bei uns 6,5 Stunden, das sind rund 104 € brutto. Fallen Nachtstunden ab 22 Uhr an, kommen dort, wo der Auftrag sie vorsieht, 4 € pro Stunde obendrauf. Einzelne Aufträge tragen zusätzlich einen Stundenbonus – das ist die Ausnahme, und du siehst sie im Portal, bevor du zusagst.
Wann bekomme ich mein Geld?
Abgerechnet wird monatlich. Dein Lohn für einen Monat ist bis zum 10. des Folgemonats auf dem Konto. Die Lohnabrechnung selbst kommt nicht über das Portal, sondern per Mail aus unserem Lohnprogramm Lexware – beim ersten Mal gern im Spam-Ordner. Zu spät ausgezahlt haben wir noch nie.
Muss ich eigene Kleidung mitbringen?
Ja, und daran scheitern Bewerbungen unnötig oft. Du brauchst vier Teile selbst: schwarze Stoffhose, schwarze geschlossene Lederschuhe, schwarzes langärmliges Hemd, weißes langärmliges Hemd. Kein T-Shirt, keine Jeans, keine Turnschuhe. Damit deckst du All-Black-Einsätze und die klassische Schwarz-Weiß-Kombination ab. Alles Weitere – Schürzen, Namensschilder, Kundenkleidung – stellen wir oder der Kunde.
Wie oft bekomme ich Einsätze?
Das hängt fast ausschließlich von dir ab. Über die letzten zwölf Monate kommt eine Kraft in einem Monat, in dem sie arbeitet, im Schnitt auf zwei Schichten. Unsere aktivsten Leute lagen im selben Zeitraum bei sechs bis über zehn Schichten im Monat – der Unterschied ist nicht Glück, sondern Verfügbarkeit. Drei Dinge heben die Zahl messbar: Zeit an Wochentagen, mehrere Einsatzbereiche statt nur einem und eine saubere Absagequote.
An welchen Tagen und zu welchen Zeiten wird gearbeitet?
Anders, als viele erwarten: Der Schwerpunkt liegt Dienstag bis Samstag, die Spitze am Donnerstag und Freitag. Sonntag ist der ruhigste Tag. Wer nur am Wochenende kann, bekommt bei uns deutlich weniger Schichten als jemand, der auch werktags Zeit hat. Es gibt zwei typische Startzeiten: früh am Morgen für Messen und Aufbauten und am Nachmittag zwischen 15 und 18 Uhr für Abendveranstaltungen.
Gibt es das ganze Jahr über Arbeit?
Nicht gleichmäßig. Stark sind Mai bis Juli und noch stärker September bis Dezember – Messeherbst und Weihnachtsfeiern. Ruhig sind Januar und August. Das solltest du einplanen, wenn du fest mit einem monatlichen Betrag rechnest.
Ich bin gerade arbeitslos gemeldet – kann ich mich bewerben?
Wenn du weder studierst noch in Ausbildung bist und aktuell keine andere Beschäftigung hast, können wir dich nicht kurzfristig beschäftigen. Der Grund ist rechtlich: Eine kurzfristige Beschäftigung darf nicht berufsmäßig sein, also nicht deine wirtschaftliche Hauptgrundlage. Der Fragebogen fragt das direkt ab und sagt es dir sofort. Ändert sich deine Situation, bewirb dich gern erneut.
Muss ich ein Gewerbe anmelden oder Rechnungen schreiben?
Nein. Bei uns arbeitest du angestellt, mit Arbeitsvertrag, Lohnabrechnung und Sozialversicherung – nicht auf Rechnung und nicht als Selbstständige oder Selbstständiger. Was wir dafür brauchen, sind Steuer-ID, Sozialversicherungsnummer, Bankverbindung und deine Adresse im Personalstammblatt.
Wann bekomme ich meinen Arbeitsvertrag?
Erst dann, wenn du für deine erste Schicht eingeteilt bist. Das ist Absicht: Niemand soll Papiere für einen Einsatz unterschreiben, der vielleicht nie zustande kommt. Der Vertrag erreicht dich per Mail und muss vor dem Einsatz unterschrieben sein.
Kann ich eine zugesagte Schicht wieder absagen?
Menschlich ja, folgenlos nein. Sag so früh wie möglich ab, dann finden wir Ersatz und es passiert nichts. Kurzfristige Absagen zählen wir mit, weil beim Kunden dann eine Position leer bleibt – genau das ist der Grund, warum unsere Ausfallrate bei <0,08 % liegt. Wer zweimal am Einsatztag abspringt, bekommt sichtbar weniger Angebote.
Ich habe kein Auto – ist das ein Problem?
Nein. Die allermeisten Einsätze liegen in Berlin und sind mit BVG und S-Bahn erreichbar; wie du hinkommst, ist Teil der Onboarding-Lektion zum Arbeitsweg. Führerschein und Auto sind nur für einzelne Fahrer- und Logistikschichten relevant, die wir dann gezielt ausschreiben.
Wie komme ich an Komparsen- und Statistenrollen?
Über denselben Fragebogen – gib im Schritt zu den Einsatzbereichen "Statist" mit an. Filmarbeit läuft danach über gesonderte Anfragen von Produktionen, mit langen Drehtagen und viel Wartezeit. Wenn dich das interessiert, lies vorher unsere Seiten zu Komparsen und Statisten sowie zu Set Runnern und Produktionshelfern.
Wo genau arbeitet ihr?
Neun von zehn Einsätzen liegen in Berlin, quer durch die Stadt – der Schwerpunkt liegt in Charlottenburg-Wilmersdorf und Mitte, dazu Friedrichshain-Kreuzberg, Pankow, Tempelhof-Schöneberg, Treptow-Köpenick, Steglitz-Zehlendorf, Neukölln, Lichtenberg, Reinickendorf, Spandau und Marzahn-Hellersdorf. Regelmäßig kommen Einsätze im Umland dazu: Potsdam, Königs Wusterhausen, Zossen, Grünheide, Hoppegarten, Kleinmachnow.